Die Burgergemeinde war bis Ende des 19. Jahrhunderts die Gemeindebehörde von Hilterfingen, kurz Gemeinde Hilterfingen genannt. 1886 wurde die Einwohnwergemeinde gegründet und aus der bisherigen Gemeinde Hilterfingen ist die heutige Burgergemeinde hervorgegangen.

In einem Ausscheidungsvertrag wurden zwischen der bestehenden und der neugegründeten Gemeinde (Einwohnergemeinde / Burgergemeinde) die Rechte und Pflichten geregelt sowie das Vermögen ausgeschieden. Der gesamte Wald (der Hilterfingen- und Hünibachwald und die sogenannten Berge im Simmental wie die Alpen Moosfang und Horn in der Gemeinde Boltigen und Alp Schindelweg in der Gemeinde Zweisimmen) verblieben im Besitz der Burgergemeinde.

Aus den einstigen Fischersiedlungen Hilterfingen und Hünibach wurden nach der Reformation immer mehr Bauern- und Winzerdörfer. Mit dem ständigen Ausbau der Rebberge entstand Mangel an Wies- und Ackerland. Für die Gewinnung von Weideland mussten grosse Waldflächen gerodet werden. Die damalige Gemeinde kaufte auf der gegenüberliegenden Seeseite im Schoren (ehem. Gemeinde Strättligen) für ihre Burger Land, Allmendland genannt. Ebenfalls aus wirtschaftlichen Gründen kauften sie die Alp Latreje im Suldtal. Eine Vor- uind Nachsömmerung auf der über 1600 m Höhe gelegenen Alp war unmöglich; Alpbesetzung lediglich 60 bis 70 Tage. 1858 gelang es, die Alp Latreje zu verkaufen und drei Alpen, auf einer Höhe zwischen 1200 und 1500 m gelegen = 100 bis 140 Tage Alpbesetzung, im Simmental zu erwerben. Wirtschaftlich ein entscheidender Schritt in die Zukunft.

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Quelle: MeteoSchweiz

 

 

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